letzte Aktualisierung:  11.03.2021  19:56 Uhr

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                                                Aktuelles

Mit Pfarrer Pappelau durch Rom

Der katholische Kirchenchor konnte seine vor einem Jahr geplante Romreise tatsächlich, trotz Corona, Anfang September 2020 durchführen. Ein straffes Programm sowie die ausführlichen und interessanten Erläuterungen in geschichtlicher, kunstgeschichtlicher und theologischer Hinsicht durch Herrn Pfarrer Pappelau in einem fast menschenleeren Rom hinterließen bei den TeilnehmerInnen eindrückliche Bilder und Erinnerungen.

 

Am 1. Tag besichtigten wir die ranghöchste 5-schiffige Basilika di San Giovanni in Laterano . Sie war bis ins 19. Jhd. hinein die eigentliche Papstkirche gewesen, in welcher die Päpste gekrönt wurden. Am Nachmittag erspürten wir die ältesten Gräber unserer christlichen Vorfahren in den unterirdischen Callistus-Katakomben aus dem 2. Jhd mit einer Fläche von ca. 15 ha auf bis zu 5 Ebenen unterirdischer Gänge von ca. 20 km Länge mit mindestens

 

370.000 Gräbern. Sie sind eines der größten unterirdischen Grabsysteme Roms.

 

Ebenso beeindruckend waren Wandmalereien aus der 1. Hälfte des 3. Jhd.

mit Motiven aus dem Alten und Neuen Testament.

 

Mit einer chorinternen Andacht in der Kapelle oberhalb der Krypta und einem anschließenden gemeinsamen Abendessen in Trastevere ließen wir den 1. Tag in Rom ausklingen.

 

Bei schönstem Wetter am 2. Tag studierten wir das antike Rom. Wir waren im Kolosseum, auf dem „Forum Romanum“ und später in einer weiteren Papstbasilika, Sankt Paul vor den Mauern. Die Kirche wurde über dem damals außerhalb der Stadt enthaupteten Apostel Paulus, der ein römischer Bürger war, von Kaiser Konstantin errichtet und 324 geweiht. Über den Pfeilern im Innern des Hauptschiffes befinden sich bandartig 265 Medaillons mit den Porträts der Päpste der vergangenen Jahrhunderte. Einer Legende nach komme Christus wieder, wenn kein Platz für ein weiteres Medaillon vorhanden sei, ...26 freie Plätze stehen jetzt noch zur Verfügung... Mit einem italienischen Überraschungsmenue am Abend ließen wir uns in einem ausgewählten Lokal, in dem auch die Päpste einkehren, verwöhnen.

 

Am 3. Tag entführte uns unser Pfarrer in die bedeutendste und älteste der über vierzig Marienkirchen Roms: Basilica Santa Maria Maggiore (422-432). In der Nachfolge der römischen Kaiser hatten die Päpste damals die Macht das Stadtbild zu verändern und ließen der prächtigen Basilika als Zentrum des christlichen Roms große Bedeutung zukommen. Danach streiften wir den einzig bedeutenden Kirchenbau Roms aus der Zeit der Gotik, Santa Maria sopra Minerva, mit seinen vielen Kunstwerken u.a. von Michelangelo, Filippino Lippi, Gian Lorenzo, Bernini etc. Krönender und prunkvoller Abschluss war das barocke Schauspiel in der Il Gesu-Jesuiten-Kirche zu sehen und zu hören. Ein monumentales Gemälde über dem Grabaltar des hl. Ignatius von Loyola glitt hinab und verschwand aus dem Sichtfeld. In der Nische wurde die große Silberstatue des Ordensgründers sichtbar. Hoffen wir, dass das reiche

 

Spektakel auch künftig viele Gläubige nicht nur zum Beten, Loben und Nachdenken bewegt...

 

Eines der schönsten und ältesten antiken Bauwerke von Rom war der von Marcus Agrippa 27 v. Chr. überwölbte Rundbau, das Pantheon, ein damals allen Göttern geweihter Tempel. Da wir mühelos und ohne Voranmeldung aufgrund der Corona-Pandemie in fast jedem Lokal Platz fanden, war es wieder ein Leichtes an diesem Abend italienisch satt zu werden.

 

Am vorletzten Tag freuten wir uns auf den Petersdom, die sehr schönen und weitläufigen vatikanischen Gärten sowie die Sixtinische Kapelle, die wir ohne Anstrengung erreichten und unglaublich lange besichtigen konnten. Die strahlenden und weltberühmten Deckengemälde und das Stirnwandfresko, das Jüngste Gericht, sind die bedeutendsten Werke von Michelangelo.

 

Wir waren überwältigt von den restaurierten Kunstwerken. Unseren letzten

Abend verbrachten wir in einer Pizzeria in der Nähe eines der schönsten

Plätze, der Piazza Navona.

 

Wer noch nicht genug hatte, konnte vor dem Abflug am Freitag noch die Spanische Freitreppe im Rokoko-Stil des Spätbarocks zur Heiligen Dreifaltigkeitskirche, Santa Trinita dei Monti, emporsteigen. Die Treppe erlebten wir als eine einzigartige Architektur ohne Blumen und wenig Menschen ...

 

Danke Herr Pfarrer Pappelau und danke guter Gott für diese großartige Reise in einer wirklich schwierigen Zeit. Unter strengen Hygienekonzepten und -auflagen sowie Mund- und Nasenschutzpflicht, teilweise auch im Außenbereich waren wir in Rom immer und überall herzlich willkommen. Erfüllt und gesund kehrten alle 23 Personen nach Göppingen zurück.

 

Gabriele Mayer-Haller